Präsentation des neuen Bandes des Deutsch-Französischen Geschichtsbuches

9. April 2008
Deutsches Historisches Museum, Berlin

Klaus Wowereit und Xavier Darcos

Klaus Wowereit stellte deutsch-französisches Geschichtsbuch vor 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, hat in seiner Eigenschaft als Bevollmächtigter für die deutsch-französische Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Minister für Bildung der französischen Republik, Xavier Darcos, den zweiten Band des deutsch-französischen Geschichtsbuches am 9. April 2008 im Deutschen Historischen Museum (DHM) der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Schaffung eines Deutsch-Französischen Geschichtsbuches ist zum Vorbild geworden der Schaffung eines ähnliches Deutsch-Polnischen Geschichtsbuches. mehr

Der Präsident des Komitees zur Förderung der Deutsch-Französisch-Polnischen Zusammenarbeit e.V. hat an der Veranstaltung teilgenommen.

Rede des Bevollmächtigten für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, Klaus Wowereit
Rede des französischen Bildungsministers, Xavier Darcos

Professor Wolf Lepenies

Anschließend stellte Professor Wolf Lepenies in seiner Würdigung das deutsch-französische Geschichtsbuch in den größeren Zusammenhang des europäischen Einigungsprozesses. Professor Wolf Lepenies erklärte: "Der bevorzugte Gegenstand der deutsch-französischen Beziehungen aber dürfen nicht die deutsch-französischen Beziehungen sein. Stets gilt es Zweierbeziehungen von Fall zu Fall mit Blick auf Dritte zu erweitern und in der Verbindung zu anderen Partnern flexibel zu halten. Das europäische Land, an das Deutschland wie Frankreich in diesem Zusammenhang in erster Linie denken müssen, ist Polen. Die deutsche und die französische Außenpolitik haben gemeinsam das vielversprechende Bild vom "Weimarer Dreieck" erfunden ? mit wirklichem Leben erfüllt haben sie es nicht, sondern sich gemeinsam in Nonchalance geübt. Hier ist vieles versäumt worden, aber nichts ist zu spät, alles lässt sich nachholen. Deutschland und Frankreich sollten sich dazu entschließen, die Kooperation mit Polen endlich mit Leben zu erfüllen. Es könnte, es müsste dies ein wichtiger Schritt zur Erreichung eines immer noch utopisch anmutenden Ziels sein: der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Außenpolitik. Wir können darauf nicht verzichten."

Würdigung von Wolf Lepenies

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VDFG besorgt über schleppenden Einsatz des deutsch-französischen Geschichtsbuchs in den Schulen in Deutschland und Frankreich.